MWCLight RGB

- Einführung
- Aufbau
- Programmierung
- Betrieb
- Bezugsquelle



Einführung

HaDi-RC vertreibt seit kurzem das MWCLight RGB von Volker Bongé, eine Multicopter-Beleuchtung mit programmierbarer Steuerung, die bis zu 8 RGB-LED-Strips ansteuern kann und den Copter in ein wahres Feuerwerk verwandelt.

Die vorprogrammierte Steuerung besteht aus einer kleinen Platine, die 4, 6 oder 8 LED-Strips ansteuern kann. Sie macht einen sauber gefertigten Eindruck und ist praktisch komplett einbaufertig gelötet. Beim Kauf kann die Anzahl der LED-Strips, die aus je 6 RGB-LEDs bestehen, ausgewählt werden. Sämtliche weitere Verkabelung ist dem Kunden überlassen, so dass ein gewisses handwerkliches Geschick und Lötkenntnisse vorausgesetzt werden.

Neben dem Anschluss für Spannung und LEDs verfügt die Steuerung über zwei Kanaleingänge, über die sie im Flug kontrolliert wird, einem FTDI-Anschluss für Firmware-Upgrades und einem Pin-Pärchen für die Programmierung. ein I²C-Anschluss für zukünftige Verwendungszwecke ist ebenfalls bereits vorhanden.

Im Shop von www.hadi-rc.de liegt in der Artikelbeschreibung eine leicht verständliche Anleitung in deutscher Sprache als PDF zum Download bereit.



Nachtrag vom 07.04.2013: Optional wird bei HaDi-RC in Kürze eine Verteilerplatine erhältlich sein, die das Verkabeln der LED-Strips deutlich vereinfacht. Anstatt alle Strips fest miteinander zu verlöten, können bis zu 8 Strips jeweils einzeln mit einer vieradrigen Litze (Plus, Minus, Data in und Data out) an den Verteiler angeschlossen werden.

Normalerweise gehören die Stiftleisten auf die Oberseite. Ich habe sie jedoch hängend eingelötet, um das Board gleichzeitig als Träger für die Steuerung verwenden zu können.



Aufbau

Die eigentliche Fleißarbeit ist die Verkabelung der LED-Strips, da diese alle zusammen in Reihe verdrahtet werden müssen. Normale LED-Strips wurden bisher meistens sternförmig mit Spannung versorgt. Das gilt in diesem Fall zwar auch für die Spannungsversorgung, doch die Datenleitung muss vom Ende eines Strips zum Anfang des nächsten gelegt werden, um auf diese Weise alle Strips in Reihe zu verbinden.

An welchem Arm die Datenleitung beginnt und wo sie endet, ist egal. Sie sollte lediglich reihum gehen und nicht über Kreuz von einem zum anderen Arm springen. Die späteren Effektprogramme gehen alle entweder von innen nach außen oder von Arm zu Arm im Kreis. Überdies lassen sich für jeden Strip frei wählbare Farben einstellen.

An der Steuerung ist vor ihrem Einbau die Anzahl der anzusteuernden Strips mit keinen Lötjumpern einzustellen. Anschließend kann sie mit dem beiliegenden Stück Schrumpfschlauch eingeschrumpft und somit vor Beschädigung und Kurzschlüssen gesichert werden.

Die Steuerung will mit 5V gespeist werden und braucht pro LED bei voller Helligkeit bis zu 60mA. Das sind bei 8 Strips zu je 6 LEDs immerhin 2880mA, was ein entsprechend dimensioniertes UBEC voraussetzt.

Zwei freie Senderkanäle sind nötig, um die Steuerung zu bedienen. Mit dem einen Kanal wird zwischen den einzelnen Programmen gewählt, mit dem zweiten die Helligkeit geregelt. Wer glaubt, dass das nicht nötig sei und er einfach alle LEDs auf voller Stärke laufen lässt, wird sich noch wundern: Bei Nacht wird der Copter bei voller Helligkeit zu einer einzigen grellen Lichtquelle. Die LEDs haben eine ungeahnte Leuchtkraft!

Mit der aktuellen Firmware lässt sich die Steuerung auch nur mit einem Kanal regeln. Die Helligkeit kann in diesem Fall voreingestellt werden, was jedoch aus den obenstehenden Gründen nur bedingt empfehlenswert ist.

Nachdem die Verkabelung fertig ist, sollte sie zunächst an einem Netzteil mit regelbarer Stromstärke geprüft werden, damit im Falle eines Fehlers (z.B. Kurzschluss) nicht die Steuerung kaputt geht, sondern das Netzteil abschaltet. Steht ein solches Netzteil nicht zur Verfügung, sollten zumindest die Leitungen der Spannungsversorgung mit einem Multimeter auf Kurzschluss geprüft werden.





Programmierung

Dann kann es ans Programmieren der eigenen Standard-Farben gehen: Beim Einschalten müssen die beiden Pins unterhalb des FTDI-Anschlusses mit einem Jumper gebrückt (eine Pinzette oder kleine Zange funktioniert auch) und anschließend wieder geöffnet, um die Steuerung in den Programmiermodus zu versetzen. Nach kurzer Zeit leuchtet ein Strip, dessen Farbe nun über den ersten Senderkanal eingestellt werden kann.

Hat man die Farbe eingestellt, wechselt man mit einem kurzen Brücken der beiden Pins auf den nächsten Strip. Ist man mit der Einstellung aller Strips durch, müssen die beiden Pins noch einmal länger gebrückt werden. Die Speicherung der Einstellung wird mit einem Blinken der Strips bestätigt.

Im Sender sollte der erste Kanal auf einen mehrstufigen Schalter gelegt werden. Dadurch können zwar in der Regel nicht alle 6 Modi geschaltet werden, doch ein Schieber ist der Praxis wohl eher untauglich, da man sich im Flug schlecht auf die genaue Positionierung zum Aufruf eines bestimmten Programms konzentrieren kann.

Der zweite Kanal zur Helligkeitsregelung ist wiederum auf einem Schieber oder Drehregler am besten untergebracht. So lässt sich die Helligkeit feinfühlig regeln. Wer keinen zweiten freien Kanal hat, kann die Helligkeit auch direkt an der Steuerung mit einem angeschlossenen Taster in vier Stufen regeln. Dazu muss zuvor JP3 auf dem Board gebrückt werden. Diese Methode ist jedoch nur eine Notlösung, zumal die eingestellte Helligkeit nicht gespeichert wird und nach jedem Akkuwechsel wieder auf Stufe 2 steht.





Betrieb

Im Betrieb stehen insgesamt 6 verschieden Modi zur Verfügung, wovon zwei auf eigens programmierbaren Farben basieren:

1) Landelicht (alle LEDs leuchten weiß)
2) Positionsbeleuchtung (LEDs leuchten mit den frei programmierten Farben)
3) Lauflicht mit Blitz am Ende (die Lauflichter leuchten in den programmierten Farben)
4) Regenbogeneffekt
5) Rotierender Farbkreis
6) langsamer Farbwechsel aller LEDs gleichzeitig





Bezugsquelle

Das MWCLight RGB wird von www.hadi-rc.de vertrieben. Die direkten Links:
MWCLight RGB
Zusatz LED-Strips, 10cm
Zusatz LED-Strips, 20cm

Von Tilman Pietzsch am 05. April 2013, 12:59 Uhr veröffentlicht | 4787 mal gelesen
Zuletzt bearbeitet am 07. April 2013, 03:33 Uhr
Themen: Elektrik | Multicopter | Reviews | Zubehör

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Kommentare

Kommentar von Nico am 28. Mai 2013, 20:22 Uhr:

Tilman! Verkaufst Du mir den? :-)


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